fairesulting - ein aussagekräftiger Beratungsansatz
Umsetzungsorientierte Beratung - ja, aber wie? Das Wort Consulting hat in den letzten Jahren längst von seiner unantastbaren und heilsversprechenden Aura verloren. Im allgemeinen Meinungsbild wird Consulting meist mit einer abgehobenen, untransparenten, kostspieligen und wenig resultatorientierten Disziplin in Verbindung gebracht. Dieses Meinungsbild wird zwar durch brancheninterne Umfragen meist nicht bestätigt; trotzdem hat es sich in den vergangenen Jahren weitgehend etabliert. Der fairesulting-Beratungsansatz soll einerseits eine Methode für resultatorientierte Beratung sein und andererseits aber auch Signalwirkung für die Branche und die breite Öffentlichkeit besitzen. Das konkrete Handeln und Umsetzen sollen in Zukunft das Bild des Beraters definieren. Ein „fairesultant leistet und bringt demnach einen nachweisbaren und wertsteigernden Nutzen für das beratene Unternehmen und wird als solcher anerkannt und honoriert.
fairesulting steht für einen fairen, umsetzungsstarken und Resultate orientierten Beratungsansatz, der sich aus den Begriffen fair wie Fairness, faire dem französischen Wort für Machen, und result, dem englischen Wort für Resultate zusammensetzt.
Hinweise für die Nachfrage nach umsetzungsorientierter Beratung
In der nachfolgenden Tabelle sollen die Entwicklungen und Trends aufgelistet werden, welche einen eindeutigen fairesulting-Hinweis hervorbringen und die These stützen, dass ein innovativer, umsetzungsorientierter Beratungsansatz ei-nem reellen Bedürfnis im Markt für Unternehmensberatung entspricht.
Entwicklungen und Trends im Markt für Unternehmensberatung | Die Branche benötigt ... | |
Imageverlust |
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Entwicklungen und Trends im Markt für Unternehmensberatung | Unternehmen fordern ... | |
Fokussierung |
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Umsetzbarkeit |
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Umsetzungs-fähigkeit |
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Management auf Zeit
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Change Management |
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Transparenz |
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Tabelle 1: Hinweise für die Nachfrage nach umsetzungsorientierter Beratung, Quelle: eigene Darstellung
Die Tabelle zeigt eindeutig eine Vielzahl an Entwicklungen und Trends, die das verstärkte Bedürfnis nach umsetzungsorientierter Beratung aufzeigen. Natürlich gibt es am Beratermarkt diesbezüglich schon Bestrebungen, dieser Nachfrage Rechnung zu tragen. Doch muss in diesem Bereich, aufgrund der dargestellten aktuellen Lage, noch ein breites Feld existieren, dass die bestehenden Ansätze nicht optimal abdecken. Das Thema der Umsetzung wird von Beratungsunternehmen zwar zunehmend thematisiert, doch bleibt dies meist eher plakativ und wird meist zu Marketingzwecken gebraucht. Ein genauer Beratungsansatz mit klarem Umsetzungsfokus scheint - obwohl ein eindeutiges Bedürfnis festzustellen ist - noch nicht vorhanden zu sein. Die Erarbeitung und Beschreibung eines solchen Ansatzes ist deshalb auch das zentrale Thema der fairesulting association.
Treiber von fairesulting
Der Beratungsmarkt ist keinesfalls als ein geschlossenes System zu betrachten. Die Art und Weise der Zusammenarbeit wird laufend durch Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und technologische Errungenschaften beeinflusst. Einige aktuelle Beispiele dazu wären die zunehmende Individualisierung, wachsende Komplexität, globale Kommunikation, voranschreitender Wertezerfall, Margen- und Innovationsdruck, Ressourcenknappheit oder die wachsende Unberechenbarkeit jeglicher Entwicklungen. Dadurch wird dieser Markt laufend vor neue Herausforderungen gestellt. Diese bringen einerseits die Unter-nehmen vor immer neue Problemstellungen; andererseits sind die Beratungsunterneh-men gefordert, Lösungen für die neu herangebrachten Kundenanliegen zu haben oder allenfalls neue zu entwickeln.
Auf Kundenseite hat sich in den letzten Jahren vermehrt das Bedürfnis nach resultats- und umsetzungsstarker Beratung entwickelt. Dieses Bedürfnis wird bis anhin mit den bestehenden Konzepten, Methoden und Vorgehensweisen noch weit-gehend ungenügend abgedeckt, was zu einem Abdeckungsdefizit geführt hat

Grafik 1: Treiber von fairesulting, © fairesulting association, Grossansicht der Grafik hier
Die fairesulting Architektur
Ethik und Fairness, Projekt- und Transition Management
Die Basis für die fairesulting-Architektur bilden Fairness und Ethik sowie das Projekt- und Transition Management. Diese werden einheitlich und über alle Projektphasen wirkungsvoll eingesetzt. Um ein Projekt nach dem fairesulting-Ansatz abwickeln zu können, muss das Transition Management ins Projektmanagement integriert sein. Es darf auf keinen Fall losgelöst werden und beispielsweise nur von einer internen Stelle ohne Bezug zum Beraterteam geführt werden. Deshalb muss das Transition Management auch Bestandteil des Projektangebots sein und darf nicht herausverhandelt werden.
Konzeption und Umsetzung
Die klassische Beratung hat sich in der Vergangenheit insbesondere im Bereich der Analyse und Konzeptionierung hervorgetan. Sehr oft auch aus folgendem Grund: Die Kunden wollten keine zusätzliche Investitionen für die Umsetzungsphase tätigen - für eine vermeintlich einfache und geplante Ausführung einer sauber herausgearbeiteten Lösung. Die Berater andererseits sahen durch das Weglassen dieser Leistungen ihre Chancen auf die Mandatsvergabe erheblich steigen. Dieses Denken ist sehr kurzfristig ausgerichtet und dient nicht dem Erreichen der Projektziele. Insbesondere erfolgt durch die Trennung ein grosser Verlust an Transparenz hinsichtlich der effektiv erbrachten Beraterleistungen. Die Messung eines Return on Consulting ist in jedem Fall eine grosse Herausforderung, aber die Chancen diesen auch auszuwerten, sinkt bei einer Trennung von Konzeption und Realisierung auf ein striktes Minimum. Deshalb ist die Verbindung dieser zwei Phasen eine wesentliche Komponente der fairesulting-Architektur.

Grafik 2: fairesulting-architektur, © fairesulting association, Grossansicht der Grafik hier
Die zentralen fünf Säulen des fairesultings
Fokussierung; Soll ein Projekt von einem Geist des „TUNs" und des „HANDELNs" geprägt sein, so muss zwingend in allen Phasen die Fokussierung auf das Wesentliche eine tragende Säule im Projekt sein. Durch die Fokussierung und das damit verbundene pragmatische Vorgehen können sowohl die Phase der Konzeptionierung erheblich verkürzt, als auch konkrete Handlungsmassnahmen daraus abgeleitet werden, die rasch in die Umsetzung überführt werden.
Transparenz; Durch eine gelebte Transparenz können Akzeptanz und somit Veränderungsbereitschaft in Unternehmen massiv erhöht werden. Zudem steigert Transparenz zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer die Effizienz und Effektivität der Zusammenarbeit.
Umsetzbarkeit; Die Umsetzbarkeit des erarbeiteten Lösungsdesigns ist von grosser Wichtigkeit. Die besten Konzepte, die ausgeklügelsten Strategien sind wertlos, wenn sie nur auf dem Papier gefeiert werden können. Deshalb bindet das fairesulting über alle Projektphasen hinweg die relevanten Anspruchsgruppen in das Projekt mit ein. In diesem Punkt differenziert sich das fairesulting auch erheblich von den klassischen Beratungsmethoden. Der Fokus wird nämlich nicht auf eine brillante Analyse und Konzeptionierung gelegt, sondern vielmehr auf die Kraft der Umsetzbarkeit. Dies nicht zuletzt, weil die Vergangenheit uns diesbezüglich einiges gelehrt hat und ausserdem die Kundenerwartungen völlig verändert hat. War die Aufteilung bei der Beratungsleistung bis anhin zwischen Konzeptionierung und Umsetzung bei einem Verhältnis von etwa 80 zu 20, so stellt das fairesulting dieses Verhältnis im Extremfall auf dem Kopf. Rasch soll eine Basislösung implementiert werden und durch die Institutionalisierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses laufend den Bedürfnissen angepasst werden.
Umsetzungsfähigkeit; Das Ziel hierbei ist klar: Das Konzept gilt es in die Praxis wirkungsvoll und nachhaltig umzusetzen. Um die Umsetzungsfähigkeit gewährleisten zu können, müssen vorab die drei schon beschriebenen Säulen in ihrer ganzen Ausprägung vorhanden sein, denn als einzelne Säule kann sie das fairesulting-Konstrukt nicht stützen. Dass ein Berater nicht „nur" ein Konzept erarbeiten, sondern dieses auch gleich in das Unternehmen implementieren soll, stellt erhöhte Anforderungen an ein Beraterteam und dem Kundenunternehmen. Durch die Beauftragung einer definierten und zeitlich begrenzten Managementaufgabe - Management auf Zeit - kann die Durchschlagskraft im Rahmen des „Doings" nochmals erheblich gesteigert werden.
Nutzennachweis; Im fairesulting-Modell nimmt der Nutzennachweis eine wichtige Rolle ein. Ihm kommt aber nicht „nur" beim Projektabschluss Bedeutung zu, sondern im Anschluss an jede der einzelnen Projektphasen. Somit wird sichergestellt, dass durch das Projekt auch effektiv eine Wertsteigerung erfolgt und böse Überraschungen bei Projektabschluss ausbleiben. Dieser zu erbringende Nutzennachweis prägt somit die Arbeit der Berater während des gesamten Projekts erheblich und schafft das Bewusstsein für den zu generierenden Nutzen. Das fairesulting stellt für jede Phase messbare und für alle verständliche Ziele auf und misst deren Entwicklung in regelmässigen Abständen. Bei Abweichungen leitet es die entsprechenden Eskalationsprozesse ein und überwacht die Korrekturmassnahmen.
Steigerung des Unternehmenswertes
Durch den konsequenten Aufbau des Projekts nach der fairesulting-Architektur wird die Steigerung des Unternehmenswertes sichergestellt. Das Verständnis und die Fähigkeit zur Umsetzung dieser fairesulting-Architektur ebnet den Weg für die erfolgreiche, innovative und umsetzungsstarke Beratung und für nachhaltige Projekterfolge. Weitere Ziele, die durch das fairesulting angestrebt werden können, wurden bereits erwähnt.
Neue Anforderungen an die Berater
Während die Consultants vor allem in den Bereichen Fach- und Lösungskompetenz höchsten Ansprüchen genügen müssen, wird von den fairesultants eine ganzheitliche Abdeckung verlangt. Zusätzliche Kompetenzen müssen im Sozialen wie auch im Bereich der Umsetzung aufgebaut werden.
Da im fairesulting das „Doing" im Kundenunternehmen eine essentielle Rolle einnimmt, sind bei ihm die Anforderungen an die Sozialkompetenzen wesentlich höher als bei „klassischen" Consultants. Um im fremden Unternehmen auch effektiv und wirkungsvoll handeln zu können, muss die Akzeptanz der Mitarbeiter erst gewonnen werden. Hierbei sind Moderations und Coaching Skills gefragt - sind allerdings allein nicht ausreichend. Ein fairesultant muss sich im Wesentlichen durch seine ausgeprägten Leadership-Qualitäten auszeichnen. Er führt, motiviert und befähigt die Mitarbeiter im gesamten Veränderungsprozess und stellt so sicher, dass er sich bei Projektabschluss ersetzbar gemacht hat und sein Wissen vollständig ins Unternehmen transferiert wurde. Weitere Eigenschaften, die für das „Doing" beim Kunden notwendig sind: hohe Eigenverantwortung, Risikofreudigkeit und eine hohe Selbstmotivation. Das fairesulting setzt auch im Bereich des Managements auf Zeit völlig neue Akzente, wo durch das „Leadership-Denken" ein starker Impuls ausgelöst wird, der zum Umdenken führen kann, weg vom „Interimsmanagement" und hin zum „Interimsleadership".

Grafik 3: Neue Anforderungen an die Berater, © fairesulting association, Grossansicht der Grafik hier
Die fairesulting-Methodik
Der fairesuling-Ansatz beruht einerseits auf dem Fundament eines tiefgreifenden Projektmanagements mit integriertem Transition Management sowie der Fusion aus den Elementen Konzeptionierung und Umsetzung. Die fünf tragenden Säulen der fairesulting-Architektur sind: Fokussierung, Transparenz, Umsetzbarkeit, Umsetzungsfähigkeit und Nutzennachweis. Diese in ihrer Gesamtheit vorkommenden Elemente dienen dem Ziel der Steigerung des Unternehmenswertes. Deshalb sind die erwähnten Elemente auch fester Bestandteil im Vorgehen und fliessen in alle Phasen eines Projektes ein. Die fairesulting-Methodik sichert eine pragmatische und systematische Vorgehensweise und ermöglicht dem Unternehmen, rasche Erfolge zu erzielen. Gleichzeitig wird es dazu befähigt, die installierte Lösung kontinuierlich und in Eigenregie zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Grafik 4: fairesulting-methodik, © fairesulting association, Grossansicht der Grafik hier
Nutzen von fairesulting
Insgesamt betrachtet bringt die konsequente Anwendung des fairesulting-Ansatzes folgenden Nutzen: Die Umsetzung eines gemeinsam definierten Lösungskonzeptes wird nicht nur durch das Know-how der fairesultants begleitet und unterstützt (klassisches Consulting) sondern durch „Do-how"-Kompetenzen beim aktiven Mitwirken und Vorleben sichergestellt. Die fairesultants übernehmen neben der Konzept- auch Umsetzungs- und Ergebnisverantwortung. Dies fördert den nachhaltigen Projekterfolg massgeblich und leistet damit einen Beitrag zur Erreichung der langfristigen Unternehmensziele.
